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Israel: Reise- und Sicherheitshinweise (Palästinensische Gebiete - Gazastreifen). Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland (mit Ausnahme von Ost-Jerusalem) wird gewarnt.

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ArticoloIsrael: Reise- und Sicherheitshinweise (Palästinensische Gebiete - Gazastreifen)
Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland (mit Ausnahme von Ost-Jerusalem) wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen oder im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen. Von Reisen in das Gebiet um den Gazastreifen (sogenannter „Gaza-Envelope“) sowie in den Norden Israels (nördlich der Straße 85 und deren Verlängerung) wird dringend abgeraten. Von Reisen in andere Landesteile Israels sowie nach Ost-Jerusalem wird abgeraten. Israel befindet sich formell im Kriegszustand. Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer Sicherheitslage Ende Februar 2026 begannen militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA/Israel und Iran sowie in der Folge zwischen Hisbollah-Miliz und Israel. Seit Mitte April 2026 besteht eine temporäre Verständigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon. Am 17. Juni 2026 unterzeichneten die USA und Iran eine Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen. Verhandlungen finden sowohl zwischen den USA und Iran als auch zwischen Israel und Libanon statt. Vor allem die Waffenruhe mit Libanon bleibt aber durch gegenseitige Angriffe von Hisbollah-Miliz und israelischer Armee brüchig. Die Sicherheitslage in der Region bleibt äußerst volatil. Seit der im Juni 2026 zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzung konnten die Konfliktparteien bislang keine Übereinkunft zur endgültigen Beilegung des Konflikts erreichen. Seit Juli kam es weiter zu militärischen Schlägen gegen Ziele in der Region. Die Unsicherheiten in der Region bestehen daher fort und wurden zuletzt durch die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Huthis und Saudi-Arabien noch verstärkt. Das Risiko einer erneuten Ausweitung der Kampfhandlungen mit möglicherweise massiven Einschränkungen im Flugverkehr ist jederzeit gegeben. Zudem besteht eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge unvermindert fort. In Gaza gilt seit Oktober 2025 ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas. Auch wenn der Waffenstillstand brüchig ist, wird er bislang weder von der Hamas, noch von Israel grundsätzlich in Frage gestellt. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass beispielsweise im Fall eines Scheiterns des von den USA verhandelten 20-Punkte-Plans eine israelische Militäroperation wiederaufgenommen wird. Aufgrund der angespannten Gesamtsituation besteht weiterhin ein hohes Risiko terroristischer Anschläge auf touristische Ziele, Verkehrsknotenpunkte, Märkte und Einkaufszentren sowie lokale Behörden. Orte, an denen sich gewöhnlich ausländische Reisende aufhalten, können einem höheren Risiko für Anschläge ausgesetzt sein. In den letzten Wochen und Monaten wurden in Israel, einschließlich in Tel Aviv und Jerusalem, mehrfach Anschläge verübt, die zuletzt am 7. Juni 2026 in Zentralisrael ein Todesopfer forderten. Die israelische Armee hält nach wie vor hat eine große Anzahl von Truppen in den militärisch besetzten Palästinensischen Gebiete vor. Insbesondere im Westjordanland kommt es regelmäßig zu Militäreinsätzen und in der Folge zu massiven gewalttätigen Ausschreitungen mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Am 23. Oktober 2026 hat die israelische Regierung die Schließung aller Übergänge in die Palästinensischen Gebiete angekündigt. Zudem hat Israel im Westjordanland eine große Zahl sogenannter „fliegender“ Checkpoints eingerichtet und die Kontrolle an den bestehenden Checkpoints verschärft; einige wurden über längere Zeit geschlossen. Angriffe israelischer Siedler auch auf ausländische Besucher und Aktivisten haben, insbesondere in der Nähe der palästinensischen Städte Nablus und Hebron, deutlich zugenommen. - Überprüfen Sie vor diesem Hintergrund etwaige Reiseabsichten in oder über die Region. - Registrieren Sie sich und Ihre mitreisenden Familienangehörigen in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Sollten Sie Israel und die Palästinensischen Gebiete inzwischen verlassen haben, vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls. - Bereiten Sie sich darauf vor, über längere Zeiträume hinweg immer wieder Schutzräume aufsuchen zu müssen und wegen Luftraumsperrungen und Flugausfällen das Land nicht verlassen zu können. - Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie bei einem möglichen erneuten Aufflammen der Konflikte wegen Luftraumsperrungen und Flugausfällen das Land gegebenenfalls nicht verlassen können. - Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen und Hinweisen des israelischen Zivilschutzes vertraut. - Befolgen Sie ggf. die Anweisungen des israelischen Zivilschutzes Home Front Command (nur in Israel aufrufbar) oder erkundigen Sie sich telefonisch unter der Rufnummer 104 (Informationen in englischer Sprache). - Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte, verfolgen Sie Meldungen in Medien aufmerksam, laden und nutzen Sie die App „Red Alert (Nofzam)“ vor Ort. - Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und externe Batterien immer voll auf. - Verfolgen Sie die Lageentwicklung aufmerksam und verhalten Sie sich stets vorsichtig. - Beachten Sie die Sicherheitshinweise im Abschnitt Sicherheit – Terrorismus. Ausreisemöglichkeiten Von einer weiteren Eskalation der Sicherheitslage könnten neben dem Flugverkehr auch die Land- und Seetransportwege betroffen sein, mit entsprechend deutlichen Beeinträchtigungen der Ein- und Ausreisemöglichkeiten. Informationen zur Ausreise über den Landweg siehe unten: Einreise und Zoll – Grenzübergänge. Ausreise aus dem Gazastreifen Der Grenzübergang Rafah nach Ägypten ist derzeit geschlossen. Konsularische Hilfeleistungen in Gaza sind aufgrund der trotz der Waffenruhe anhaltenden bewaffneten Auseinandersetzungen und der weiterhin fehlenden Zugangsmöglichkeiten zurzeit praktisch unmöglich. Deutsche, die sich trotz Reisewarnung derzeit im Gazastreifen aufhalten, beachten folgende Hinweise: - Hinterlegen Sie unbedingt Ihre aktuellen Kontaktdaten in der Krisenvorsorgeliste und aktualisieren Sie diese ggf. unverzüglich. Bei Schwierigkeiten wenden Sie sich an das Deutsche Vertretungsbüro Ramallah. - Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben. - Bewegen Sie sich, wenn möglich, nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes.
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